Strittige Fragen

Jim Humble antwortet Kritikern

Zitate der Kritiker sind dick hervorgehoben.

Kritik von Biosafe

Ein paar Worte zu Biosafes letztem Beitrag auf www.curezone.com. Gleich im ersten Satz warnt er vor der angeblich gefährlich hohen Konzentration von MMS. Ich möchte mich gleich zu Beginn dafür entschuldigen, dass ich nicht anders kann, als eine Lüge auch als solche zu bezeichnen, aber ich nenne die Dinge nun einmal gern beim Namen. Biosafe also lügt bereits im ersten Satz. Er hat nicht einmal versucht, mich zu kontaktieren oder mir in irgendeiner Weise zu helfen. Stattdessen hat er wieder und wieder versucht, MMS in Verruf zu bringen. Natürlich liegt er nicht mit allem falsch, was er sagt – niemand tut das. Aber die wichtigsten Punkte hat er völlig falsch verstanden.

Im nächsten Satz spricht er das Gesundheits- und Sicherheitsrisiko an, das der MMS-Benutzer angeblich eingeht. Ich frage mich, warum er sich um die Gesundheit der MMS-Benutzer sorgt, wo doch jährlich 970.000 Menschen allein in den USA durch Medikamente sterben, während noch kein einziger durch MMS zu Tode gekommen ist. Wenn Biosafe ein solcher Menschenfreund ist, dass er sich um die Gesundheit der Menschen sorgt, die ein lebensspendendes Mittel wie MMS nehmen, warum sorgt er sich dann nicht um all diejenigen, die Medikamente nehmen, die hundertmal gefährlicher sind als MMS? MMS ist gefährlich – in demselben Maße wie Bleichmittel oder Chlorreiniger. Durch beide Produkte kommen jährlich Menschen ums Leben, und ebenso durch Kerosin und Farbverdünner. Drano, ein Mittel gegen Rohrverstopfung auf Natriumhydroxitbasis, ist gleich zehnmal so gefährlich wie MMS. Warum bekämpft er nicht diese gefährlichen Produkte und lässt stattdessen ein Mittel, das tausenden von Menschen hilft, in Ruhe? (Möchte er vielleicht sein eigenes verwässertes Produkt verkaufen?)

Dann redet er über Gesetzesverstoß, sagt aber nicht, auf welches Gesetz er sich bezieht. Er sagt gleich mehrfach, dass MMS gesetzeswidrig sei, gibt aber kein konkretes Gesetz an. Niemand hat bislang gesagt, gegen welches Gesetz MMS angeblich verstößt. Wenn es aber tatsächlich gesetzeswidrig wäre, müsste man auch ein Gesetz gegen all die anderen oben genannten Produkte erlassen. Ich gebe zu, dass ich nicht weiß, welches Gesetz Biosafe meint. Niemand konnte mir bislang sagen, gegen welches Gesetz ich angeblich verstoße.


Biosafe: „Vom MMS wird behauptet, dass es sich nicht um Stabilisierten Sauerstoff handele – das Produkt, aus dem sich MMS entwickelt hat. Aber es ist genau dasselbe, nur in einer anderen Konzentration.“

Genau dasselbe habe ich selbst oft betont. Bei MMS handelt es sich tatsächlich um denselben chemischen Stoff wie bei Stabilisiertem Sauerstoff, der seit Jahren auf dem Markt ist. In meinem Buch wird dies in gleich drei Kapiteln betont. Ich wünschte, Biosafe würde sich endlich dazu herablassen, mein Buch zu lesen. Auch im Radio habe ich diesen Sachverhalt schon an die zehn Mal geäußert. Der Punkt, den Biosafe offenbar nicht verstanden hat, ist, dass Stabilisierter Sauerstoff keinen Sauerstoff enthält, der für den Körper von Nutzen ist. Was niemand in 75 Jahren erkannt hat, ist, dass nicht Sauerstoff, sondern Chlordioxid der Wirkstoff ist.


Biosafe: „Es wird behauptet, dass MMS Chlordioxid sei, aber das ist falsch.“

Das ist der Satz, in dem Biosafes chemisches Unverständnis besonders schön zum Ausdruck kommt. Überall – und nicht zuletzt in meinem Buch – ist nachzulesen, dass Natriumchlorit plus Säure Chlordioxid erzeugt. Im Fall von MMS wird eine sehr geringe Menge an Chlordioxid generiert. Ich habe nie behauptet, dass MMS Chlordioxid sei.

Nun zur Chemie. Chemie spielt an Hochschulen und Universitäten eine wichtige Rolle. Sie vermittelt bestimmte Prinzipien, denen die meisten Wissenschaftler zustimmen. Wenn Biosafe nun also behauptet, MMS erzeuge kein Chlordioxid, dann versteht er schlicht nichts von Chemie. Die Sache ist ganz einfach: Werfen Sie einen Blick in das US-Bundesgesetzbuch. Dort wird unter Titel 21, Paragraph 173.325 erwähnt, dass aus Natriumchlorit (nichts anderes ist MMS) Chlordioxid gewonnen werden kann. Hier noch ein Beleg: http://www.lenntech.com/chlorine_dioxide.htm. Dort erfahren Sie, wie und wofür Chlordioxid in der Industrie zum Einsatz kommt. Das Wichtige: Auch hier wird erklärt, wie Chlordioxid aus Natriumchlorit (MMS) plus Säure generiert wird. Vielleicht lügt Biosafe gar nicht bewusst; vielleicht ist der Sachverhalt einfach zu komplex für ihn.

Ich habe nie behauptet, dass MMS Chlordioxid sei. An vielen Stellen schreibe ich, dass MMS im Körper bis zu einem Milligramm Chlordioxid pro Stunde generiert bzw. bis zu drei Milligramm, wenn die Säure gerade erst zugesetzt wurde. Klingt das etwa so, als würde ich behaupten, dass MMS Chlordioxid sei? MMS setzt eine verschwindend geringe Menge an Chlordioxid frei, und diese Menge entspricht nicht mal dem Volumen eines Stecknadelkopfes. Es ist jedenfalls tausendmal weniger, als ich Biosafe zufolge angeblich behauptet habe.


Biosafe: „Die Behauptungen in Bezug auf Vitamin C (Ascorbinsäure) und MMS sind allesamt irreführend. Ascorbinsäure wird in der Lebensmittelindustrie als Aktivator für Natriumchlorit verwendet, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Somit aktiviert Vitamin C die verbleibende chlorige Säure des eingenommenen MMS.“

Hier versucht Biosafe den Eindruck zu erwecken, er gehe wissenschaftlich vor und verstehe etwas von Chemie.

Biosafes Aussage über Ascorbinsäure sind hanebüchen und ohne jeden Beleg. Ascorbinsäure wird keineswegs als Aktivator für Natriumchlorit verwendet. Diese Säure ist ein Konservierungsmittel. Im Körper fungiert sie als Antioxidationsmittel, und auch in Obst hat sie eine konservierende Wirkung. Dann behauptet er plötzlich, Vitamin C aktiviere die chlorige Säure vom zuvor eingenommenen MMS. Das ist absurd. Hier ist nirgends eine chlorige Säure im Spiel, und selbst wenn eine vorhanden wäre – man aktiviert keine Säure, man kann sie höchstens neutralisieren. Das Vitamin C, das ich zu nehmen empfehle, wenn sich nach der MMS-Einnahme Übelkeit einstellt, verhindert, dass mehr Chlordioxid produziert wird. Wenn kein Chlordioxid mehr generiert wird, lässt auch die Übelkeit bald nach. Übrigens hat ein Chemiker versucht, die konservierende Wirkung von Vitamin C dadurch zu erklären, dass er behauptete, es aktiviere Natriumchlorit, aber er wurde widerlegt. In kaum einem Produkt, dem Vitamin C als Konservierungsmittel zugesetzt wird, ist Natriumchlorit enthalten. Vitamin C aktiviert Natriumchlorit keineswegs, das habe ich gleich mehrfach getestet.

Erwähnen sollte ich noch, dass man, wenn man unverdünntes Vitamin C in MMS oder eine andere Form von Natriumchlorit gibt, immer eine geringe Menge von Chlordioxid nachweisen kann. Aber in Saft ist Vitamin C immer verdünnt. Was man also unverdünnt in ein Glas gibt, hat nichts mit der tatsächlichen Situation im Magen zu tun, wenn man Vitamin C in den Saft gibt, den man für MMS verwendet – ich hoffe, das ist deutlich geworden.


Biosafe: „Es wird behauptet, dass MMS, also Chlordioxid, als Nahrungsmittelzusatz zugelassen sei, aber das ist falsch.“

Ich behaupte keineswegs, dass Chlordioxid direkt als Nahrungsmittelzusatz verwendet wird, aber es ist zur Behandlung von einigen Nahrungsmitteln und Nahrungsmittelzusätzen zugelassen. Ich versichere Ihnen, dass ich nirgends behauptet habe, MMS sei als Nahrungsmittelzusatz zugelassen. Schauen Sie sich unter Titel 21 des US-Bundesgesetzbuches die Paragraphen 178.1010, 173.325 und 173. 300 an. Das US-Bundesgesetz erlaubt den Einsatz von Chlordioxid in vielfacher Form, zumeist für die Entkeimung von Gemüse, Fleisch und anderen Lebensmitteln oder Dingen für die Lebensmittelherstellung. Dies nur, um zu zeigen, dass MMS durchaus sicher ist. Wenn Biosafe sich schon Sorgen machen möchte, sollte er sich um die Menschen sorgen, die in der Industrie mit hundertprozentigem, unverdünntem Natriumchlorit hantieren, anstatt mit nur 28-prozentigem (MMS). Das nämlich ist durchaus üblich. Sie schlucken das unverdünnte Natriumchlorit nicht etwa, aber sie verwenden es für die verschiedensten Dinge. Vielleicht sollte Biosafe diesen Menschen sein fünfprozentiges Natriumchlorit schmackhaft machen. Warten wir einfach noch ein Weilchen – vielleicht kommt ja tatsächlich der Tag, an dem Biosafe es schafft, der Industrie seine schwache Lösung aufzuzwingen.

Biosafe sagt, dass meine Aussage zu „Alcide’s Sanova“ irreführend sei. Da ich nicht die geringste Ahnung habe, worum es sich dabei handelt, muss ich diesen Punkt leider überspringen. Allerdings bin ich mir sehr sicher, dass ich nie etwas zu „Alcide’s Sanova“ gesagt habe, was auch immer das ist.

Was nun den ppm-Gehalt von Chlordioxid im Trinkwasser angeht, so liegt Biosafe teilweise richtig. Es gibt unterschiedliche Vorschriften, die jeweils abhängig sind vom Verschmutzungsgrad des Wassers. Bei stärker verschmutztem Wasser benötigt man demnach eine größere Menge an Chlordioxid. Veraltete Vorschriften dürfen neuen Erkenntnissen und neuen wissenschaftlichen Entwicklungen allerdings nicht im Wege stehen. Zugegeben, einige ältere Vorschriften könnten, sofern sie strikt durchgesetzt würden, die Verbreitung von MMS ausbremsen. Aber das werden die Menschen nicht zulassen.

Was die Versuche an Ratten angeht: Die Ratten erhielten ein Jahr lang täglich eine Menge MMS, die bei einem Menschen von durchschnittlichem Gewicht einer Dosis von 100 Tropfen entspräche. Einige Ratten zeigten eine Reaktion, aber nach einem Jahr war keines der Tiere in einem kritischen Zustand. Kein Mensch nimmt ein Jahr lang täglich 100 Tropfen MMS zu sich. Anstatt also zu zeigen, dass MMS gefährlich ist, hat der Versuch genau das Gegenteil bewiesen.


Biosafe: „Es gab einen Todesfall durch das Einatmen von 19 ppm ClO2 – das ist 130-mal weniger, als das MMS-Protokoll vorgibt.“

Wieder ein paar Worte zur Chemie: Ich empfehle drei Milligramm auf ein Glas Wasser oder Saft. Milligramm und ppm (Millionstel) aber sind nicht dasselbe. Wahrscheinlich hat der Betroffene weit mehr als nur drei Milligramm eingeatmet, und wahrscheinlich hat er weit mehr als nur einen Atemzug genommen. Vielleicht hat er es eine Stunde lang oder sogar länger eingeatmet, wer weiß? Wo Biosafe die Zahl 130 hernimmt, ist mir ein Rätsel. Er vermischt hier zwei Bereiche: Man kann die orale Einnahme einer Flüssigkeit nicht mit dem Einatmen eines Gases vergleichen. Die Lunge reagiert anders als der Magen.

Biosafe: „Elf von 13 Arbeitern, die fünf Jahre lang täglich permanent drei ppm ClO2 (Chlordioxid) ausgesetzt waren, entwickelten Atemwegserkrankungen.“

Elf von 13 Arbeitern bekamen Atemwegsprobleme. Diese Arbeiter atmeten jede Minute, jede Sekunde, ja mit jedem Atemzug drei ppm Chlordioxid ein, Tag für Tag, fünf Jahre lang. Das ist hundertfach mehr, als in einem Glas MMS pro Tag enthalten ist. In großen Mengen ist buchstäblich alles giftig – zu viel Sauerstoff ist tödlich, zu viel Aspirin ist tödlich. Es ist eine Tatsache, dass schon 15 Aspirintabletten einen Menschen umbringen können. Auch dieses Beispiel zeigt nur, wie sicher MMS ist. Drei ppm den ganzen Tag lang, fünf Jahre lang, und kein Todesfall. Zwei Arbeiter überstanden dies sogar, ohne Probleme mit den Atemwegen zu bekommen. Die Atemwegserkrankungen könnten durchaus auch eine andere Ursache gehabt haben. Diese Arbeiter nahmen mit jedem Atemzug mehr MMS auf, als in einer durchschnittlichen oralen Tagesdosis enthalten ist. Somit nahmen diese Männer hundertfach mehr Chlordioxid auf als jemand, der die höchste empfohlene orale Menge einnimmt.


Biosafe: „Die Behauptung, MMS entgifte, ist falsch. Es ist unmöglich, den Biofilm im Verdauungstrakt zu beseitigen.“

Auch über diesen Punkt hat Biosafe sich nicht informiert. Ich habe nie behauptet, dass MMS den Biofilm im Verdauungstrakt beseitige. Behauptet habe ich lediglich, dass MMS die anaeroben Bakterien im Darm abtötet, was auch stimmt. Biosafe sagt, er werde gern erklären, warum die abtötende Wirkung auf eine Chlordioxidvergiftung zurückzuführen sei. Nun, auf diese Erklärung bin ich gespannt.

In seinem Beitrag sagt Biosafe, wie dumm die Menschen doch seien, die MMS nähmen und daran glaubten. Nun, allein in den USA nehmen mehr als 200.000 Menschen MMS, und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie alle dümmer sind als Biosafe. Es gibt zahlreiche Beweise für die Wirksamkeit von MMS.

Kommen wir nun zum wichtigsten Punkt. Biosafe sagt, er verkaufe Natriumchlorit in einer sechsfach geringeren Konzentration, das nicht aktiviert werden müsse und dennoch genauso gut wirke. Erkennen Sie den Widerspruch? Einerseits behauptet er, MMS wirke nicht, und andererseits will er den Leuten weismachen, sein sehr viel geringer konzentriertes Produkt wirke genauso gut wie MMS. Er kann es sich nicht erklären, warum ich ein Buch geschrieben und der ganzen Welt gegenüber das Geheimnis von MMS offengelegt habe, und das Schlimmste an alldem – ich mache noch nicht einmal Geld damit, denn ich verkaufe MMS weder in den USA noch sonstwo auf der Welt. Er aber sitzt in Australien und versucht, sein Produkt zu verkaufen, indem er MMS schlechtredet. Ich möchte der Welt helfen – er möchte verkaufen. Welchen Anlass habe ich zu lügen? Er jedenfalls hat einen. Viel mehr habe ich zu Biosafe nicht zu sagen; die Auseinandersetzung ist mir einfach zu negativ.

Und stellen Sie sich vor – Biosafes sechsmal schwächeres Produkt ist in Amerika seit über 75 Jahren als Stabilisierter Sauerstoff auf dem Markt. Wenn das Mittel tatsächlich so wirkungsvoll wäre, wie Biosafe behauptet, gäbe es keine Kranken mehr auf der Welt. Ich hoffe doch nicht, dass all die vielen hunderttausend Menschen, die schon auf Stabilisierten Sauerstoff zurückgegriffen haben, dümmer sind als Biosafe.

Biosafe hat gesagt, was er zu sagen hatte – nun bin ich an der Reihe. Biosafe schreibt viel, und alle, die über keine chemischen Kenntnisse verfügen, bekommen den Eindruck, dass er Ahnung hat. Das führt dazu, dass diese Menschen, die ohne Biosafe MMS probiert hätten und gesund geworden wären, das Mittel nicht nehmen. Seine Arroganz und Torheit haben dazu geführt, dass viele Menschen nicht gesund geworden sind. Biosafe sagt, die Leute sollten sich informieren und sich rückversichern, doch er selbst tut das nicht. Denn wenn er das getan hätte, dann hätte er nicht all diese Dinge von sich gegeben, die aus chemischer und wissenschaftlicher Sicht eindeutig falsch sind. Dann hätte er die Informationen anhand meines Buches überprüft, das er noch immer nicht gelesen hat. Man sollte ihn verklagen und ihn zwingen, das Buch im Gerichtssaal unter Aufsicht zu lesen. Man sollte ihn verklagen, weil er Menschen schadet.

Ich werde auf die negativen Äußerungen dieser Person nicht mehr reagieren. Das habe ich vor sechs Monaten schon getan, und seitdem hat sich nichts geändert. Er hat noch immer nicht mein Buch gelesen, und er hat nach wie vor keine Ahnung von Chemie. Ich habe ihn hier nur aufgeführt, um Licht auf seine allgemeine Haltung und seinen Bildungsstand zu werfen. Falls er wieder etwas schreibt, werfen Sie ruhig einen Blick darauf; es ist immer dasselbe, und er weigert sich strikt, etwas über Chemie oder andere Wissenschaften zu lernen. Dies ist das letzte Mal, dass ich meine Zeit darauf verschwende, Biosafes Unzulänglichkeit aufzuzeigen. Selbst wenn er etwas über Chemie lernen und erkennen sollte, dass MMS tatsächlich hilft, würde er dennoch nicht aufhören zu behaupten, das Mittel sei zu gefährlich – so überzeugt ist er davon, dass die Menschen zu dumm seien, mit einem so wirkungsvollen Mittel umzugehen.

So, damit nun aber endgültig genug von dieser negativen Angelegenheit. Klicken Sie lieber im Menü auf „Erfahrungsberichte“, um sich mit Positiverem zu befassen. All diese Erfolgsgeschichten lassen sich übrigens belegen, sofern Sie Beweise wünschen.

Finette

Unten erhalten Sie Einblick in die Abhandlung einer gewissen Finette über MMS; die Passagen von Finette sind ebenfalls dick hervorgehoben. Auch dies ist wieder eine negative Angelegenheit, aber viele wollten wissen, wie ich zu Finettes Aussagen stehe. Und möglicherweise erfahren Sie dabei auch noch das eine oder andere über MMS.


Finette: „Sie und all Ihre Leser sind betrogen worden – bitte seien Sie verantwortungsvoll und geben Sie weiter, dass vieles, wenn nicht gar alles von dem, was Humble behauptet, falsch ist. Bitte lesen Sie zumindest einige der Punkte, die ich unten anführe, um Menschen vor Schaden zu bewahren (ja, viele sind durch MMS regelrecht VERGIFTET worden).


Im Folgenden nur einige der Behauptungen, die sich auf der MMS-Website finden und/oder von Personen verbreitet werden, die zu ‚erklären’ versuchen, wie und warum MMS wirkt. Das alles ist unwissenschaftlich. Mein Abschluss in Entwicklungsbiologie, meine jahrzehntelange Erfahrung in der Ausbildung von Medizinstudenten im Vorstudium und Krankenpflegern und auch meine langjährige Tätigkeit als wissenschaftliche Beraterin berechtigen mich wohl dazu, das Folgende zu widerlegen:


1. Falsch: Nur ‚schlechte’ Mikroben sind ‚negativ geladen’, und Krankheitserreger können in einer basischen Umgebung nicht überleben.


Wir dürfen nicht einfach fraglos wiederholen, was wir von Personen hören, die etwas verkaufen wollen. Aus jeder Einführung in die Mikrobiologie erfahren Sie, dass die folgenden tödlichen Erreger durchaus in einem basischen Umfeld überleben und sich dort sogar vermehren können: Enterokokken, Erysipelbakterien, Listerien und sogar Pilze wie Aspergillus, der häufig den Tod zur Folge hat. Es ist also falsch zu behaupten, nur ‚gute’ Bakterien seien basisch. Eine alkalische Flüssigkeit zu schlucken, ‚tötet’ diese Erreger nicht etwa, sondern sorgt höchstens dafür, dass sie noch mehr Schaden anrichten.


Experimente von Weichselbaum et al. haben gezeigt, dass Mikroben ihre pathogenen Eigenschaften nicht verlieren, wenn der Magensaft basisch wird. Ähnliches gilt für Sauerstoff: Viele Erreger werden dadurch nicht beeinträchtigt, viele gutartige Mikroben dagegen schon. Zwar kann man den Sauerstoffspiegel örtlich begrenzt verändern, aber man kann nicht selektiv gegen Mikroben vorgehen.“

So etwas habe ich nie behauptet. Die meisten von Finettes Aussagen stimmen, aber es ist gelogen, dass ich die oben aufgeführten Dinge je behauptet habe.


Finette: „2. Falsch: Gutartige Bakterien werden nicht angegriffen.


Was aber ist mit gutartigen Bakterien, die in einem sauren Umfeld leben (was auf fast alle probiotischen Bakterien wie zum Beispiel Laktobazillen zutrifft)? Wie beeinflusst eine basische Flüssigkeit diese? Viele dieser Stämme kommen an der Magensäure nicht vorbei, aber einige schaffen es und überleben auch im etwas weniger sauren, aber durchaus nicht basischen Darmtrakt. Wenn Bakterien und Viren prinzipiell geschädigt werden können, dann ebenso die ‚guten’ Bakterien.“

Finette hat die chemischen Eigenschaften von MMS nicht verstanden. MMS ist nicht basisch, sondern sauer, und daher schluckt niemand, der MMS nimmt, eine basische Flüssigkeit. Die Erreger werden durch Oxidation abgetötet, und dabei ist es unerheblich, ob das Umfeld sauer oder basisch ist. Die gutartigen Bakterien werden deshalb nicht angegriffen, weil sie aerob sind. Von allen Oxidationsmitteln ist Chlordioxid das schwächste – es besitzt nicht die Kraft, aerobe Bakterien zu oxidieren.


Finette: „3. Falsch: Es bilden sich harmlose Salze.


Also ist gewöhnliches Salz nicht giftig? Das meiste davon wird im Darm gebildet; daher die Übelkeit. Gibt es einen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass auch nur etwas von dem aktivierten ClO2, das die Übelkeit auslöst, ins Blut gelangt? Mir ist jedenfalls keiner bekannt. Der Säugetierkörper sorgt dafür, dass alles dort bleibt, wo es hingehört. Warum also sollte er einen so giftigen Stoff wie Chlordioxid in größerer Menge in die Blutbahn lassen? Das möchte ich sehen, dass der Chlordioxidspiegel in Blut und Zellen nach dem Verzehr von Chlordioxid ansteigt. Wenn die MMS-Lösung im Magen auf die Magensäure trifft, wird sie umgehend neutralisiert, indem sie zu Salz zersetzt wird. Dadurch die Übelkeit und Schlimmeres.


Falls doch etwas bis ins Blut vordringen sollte, dann gibt es jedenfalls keinerlei Beweise dafür, dass es auch in die roten Blutkörperchen gelangt. Das Membransystem macht es größeren, unbekannten Molekülen schwer bis unmöglich, dorthin vorzudringen.“

Wieder ist es eine Frage der Chemie. Zwölf Tropfen MMS – also die doppelte Menge einer Standarddosis – ergeben vier Milligramm Chlordioxid, das schließlich zu Tafelsalz wird. Die Menge an Tafelsalz, die sich aus vier Milligramm Chlordioxid ergibt, würde es nicht einmal schaffen, eine Maus krank zu machen, geschweige denn einen Menschen, denn sie entspricht etwa zehn Salzkörnern. Finette scheint nicht zu begreifen, dass hier nur eine verschwindend geringe Menge Chlordioxid im Spiel ist. Die roten Blutkörperchen können nicht zwischen Chlordioxid und Sauerstoff unterscheiden. Über Magen und Darm gelangt das Chlordioxid ins Blut. Dass es bis ins Blut vordringt, haben wir mithilfe eines Dunkelfeldmikroskops nachgewiesen. Über das Membransystem der roten Blutkörperchen ist mir nichts bekannt, aber ich weiß, dass das Chlordioxid überall hingelangt, wo auch die roten Blutkörperchen hingelangen.


Finette: „4. Falsch: Das ClO2 lagert sich, wie andere Nährstoffe, an der Magenwand ab und gelangt so ins Körperinnere.


Erstens gelangen Nährstoffe nicht über den Magen, sondern über den Dünndarm in den Körper. Und zweitens würde die Magensäure mit dem ClO2 reagieren.“

Ich habe nie gesagt, dass sich ClO2 an der Magenwand ablagert. Aber es ist tatsächlich so, dass es über den Magen in die roten Blutkörperchen gelangt. Die Magensäure reagiert keineswegs mit ClO2, das ist unmöglich. Vielleicht bezieht sich Finette auf Natriumchlorit – allerdings wird dieses, bevor es geschluckt wird, mit einer Säure versetzt und verdünnt. Die Magensäure trägt höchstens zu einem Prozent zur Erzeugung von ClO2 bei und reagiert somit in nur unbedeutendem Maße.


Finette: „5. Falsch: Wenn nichts im Körper unter dem pH-Wert 7 liegt, gibt es auch keine Negativwirkungen.


Was aber ist mit der Magensäure? Und was ist mit gutartigen Bakterien – mit Acidophilus etc.? Es gibt im Körper vieles, das unter dem pH-Wert 7 liegt.


Zur Information: Mikroben wie der Laktobazillus benötigen einen pH-Wert zwischen 5,8 und 6,6, also eine saure Umgebung. Dagegen überleben manche Krankheitserreger wie Clostridien auch durchaus bei einem pH-Wert von 6 bis 7,6 – sie vermehren sich sogar in einem basischen Umfeld!


Der gesunde menschliche Körper ist leicht sauer, Blut dagegen ist für gewöhnlich mit einem pH-Wert von 7,4 (in den Arterien) und 7,3 (in den Venen) leicht basisch. Urin hat meist einen pH-Wert von 6. Der von Speichel liegt zwischen 6 und 7,4 und schwankt so stark, dass sich anhand von ihm keine Aussage über den pH-Wert des Körpers treffen lässt. Der pH-Wert variiert innerhalb eines gewissen Rahmens von Mensch zu Mensch; der optimale Wert eines jeden Individuums hängt von Ernährung, genetischer Veranlagung und anderen Faktoren ab.“

Nichts dergleichen habe ich je gesagt oder in meinem Buch behauptet. Ich stimme großenteils mit dem überein, was Finette hier sagt. Aber sie hat sich so sehr darin verbissen, dass ich unrecht habe, dass sie mir Dinge in den Mund legt, die ich nie behauptet habe.


Finette: „6. Falsch: Chlor ist nicht im Spiel.


Aber woher kommt dann der chlorartige Geruch beim Mischen? Von Chlor bzw. Chlordioxidgas! Tatsache ist, dass Sie vielleicht sogar einen Arzt brauchen, wenn Sie das Chlor- bzw. Chlordioxidgas einatmen.“

Eine hohe Dosis besteht aus 15 Tropfen MMS. Werden diese 15 Tropfen aktiviert, können sie bis zu fünf Milligramm Chlordioxid generieren, sofern Sie das Glas abdecken. Diese Menge würde nicht einmal einer Maus schaden, geschweige denn einem Menschen. Chlordioxid ist genauso wenig Chlor wie Natriumchlorid. Natriumchlorid ist Tafelsalz. Ohne dieses Salz gäbe es kein Leben. Alles eine Frage der Chemie.


Finette: „7. Falsch: Die Einnahme von MMS verändert den pH-Wert des gesamten Körpers und des Blutes.


Das ist nie belegt worden. Jede Veränderung des pH-Wertes wird umgehend vom Körper ausgeglichen. Der pH-Wert schwankt nur innerhalb fester Grenzen (die je nach Gewebeart etc. variieren) – es sei denn, man ist so krank, dass diese Regulierung nicht mehr funktioniert, was wahrscheinlich den Tod zur Folge hätte. Speichel und Blut sind nicht zufällig leicht basisch und Urin sauer – warum also sollte jemand meinen, es sei gut, an diesem Gleichgewicht herumzupfuschen?


Sofern keine besondere Erkrankung vorliegt, die dies indiziert, ist es nicht zu verantworten, den pH-Wert der Zellen zu verändern. Haben Sie je Fälle von Azidose oder Alkalose gesehen? Ich schon – kein schöner Anblick. Kleine Veränderungen, die das natürliche Gleichgewicht nicht beeinträchtigen, beeinträchtigen aber auch keine Eindringlinge – denn diese ‚mögen’ denselben pH-Bereich wie unsere Zellen.“

Auch dies habe ich nie gesagt oder in meinem Buch geschrieben. In der gesamten MMS-Literatur findet sich nichts dergleichen. Auch hier legt Finette mir wieder Worte in den Mund. Das macht ihre gesamte Abhandlung lächerlich.


Finette: „8. Falsch: Übelkeit/Erbrechen und Durchfall sind ein gutes Zeichen und zeigen an, dass Giftstoffe ausgeschieden werden; sie können sogar eine ‚Herx’ sein.


Wenn man genügend Salz oder auch Salzwasser zu sich nimmt, erbricht man. Wie ich schon den Anhängern der Salz-/Vitamin-C-Kur gesagt habe, ist dies sehr riskant, aber keineswegs ein Zeichen für eine Herx! Es bedeutet auch nicht, dass der Körper sich entgiftet – der Körper schreit lediglich: „Schluss damit!“


Nicht alle negativen Symptome welcher Ursache auch immer können gleich als ‚Herx’ abgetan werden. Dieser Begriff wird heutzutage zu schnell bei der Hand, was der Grund dafür ist, dass Ärzte ihm im Falle einer echten Herxheimer-Reaktion zunehmend skeptisch gegenüberstehen.


Zur Information: Was Erreger und die Veränderung des pH-Werts angeht, so ist seit Nicholas Seims Werk ‚Principles of Surgery’ bekannt, dass es die Virulenz von Erregern bewahrt, wenn man das Milieu im Magen von sauer in basisch verwandelt, und die Gefahr erhöht, dass der Patient an einer Sepsis stirbt. Eine stark basische Flüssigkeit zu trinken, ist daher nicht ratsam. Es macht etwaige Erreger im Magen-Darm-Trakt nur noch stärker und sorgt dafür, dass sie sich im Körper weiter ausbreiten können.


Zu sagen, dass Chlordioxid unschädlich sei, weil der Körper es selbst in geringen Mengen herstellt, ist schlicht dumm. Selbst Wasser wird in großen Mengen zu einem Gift. Jeder, der Chlordioxid nachschlägt, wird feststellen, dass es eine recht gefährliche Substanz ist. Seine Einsatzgebiete als Beweis seiner Unschädlichkeit anzuführen, ist, als würde ich anführen, dass Arsen früher – recht erfolgreich – gegen Spirochäten, insbesondere Syphilis, eingesetzt wurde. Aber wer würde deswegen heute noch Arsen schlucken?“

Auch hier hört sich Finette wieder einmal gerne reden. Jeder weiß, dass Wasser in zu großen Mengen schädlich ist. Jede Medizin ist in zu großen Mengen schädlich. Zu sagen, dass Chlordioxid in geringen Mengen sicher ist, ist durchaus nicht dumm. Dasselbe gilt für jede bekannte Medizin. Und noch einmal: MMS ist nicht stark basisch. Es ist nicht einmal schwach basisch. MMS ist sauer. Es generiert nicht einmal genügend Salz, um eine Maus krank zu machen. Die Salzmenge, die eine Dosis MMS erzeugt, entspricht vom Volumen her nicht einmal einem halben Streichholzkopf. Diese Menge an Salz ist in einem Esslöffel Wasser nicht zu schmecken. Und falls Arsen tatsächlich Spirochäten abtöten würde, kenne ich durchaus Leute, die gerne bereit wären, es zu schlucken.


Finette: „9. Falsch: In Malawi und Uganda wurden Fälle von Malaria (und AIDS) geheilt.


Durch meine Tochter, (eine studierte Anthropologin, die sehr zu meinem Leidwesen gerne in die Ferne reist) weiß ich aus erster Hand, wie die Lage in Afrika in Bezug auf Malaria ist. Ich kann zweifelsfrei sagen, dass dort noch nie eine großflächige, wenn überhaupt eine Malariabehandlung durchgeführt wurde. Noch immer sterben in afrikanischen Krankenhäusern hunderte von Menschen an diesen resistenten Parasiten. Ich kann es nicht ausstehen, wenn ‚Heilmittel’ angepriesen werden, deren Wirksamkeit schlicht erlogen ist. Und wenn ein Aspekt ‚geschönt’ ist, ist in meinen Augen auch der Rest unzuverlässig. Ich habe mich persönlich per Email an die Gesundheitsminister von Malawi und Uganda gewandt, und bis heute hat keiner von beiden eingeräumt, dass irgendwer dort MMS anwendet oder auch nur ein Malariakranker geheilt wurde. Dabei sollte man doch meinen, dass sie sich damit brüsten würden, wenn dies tatsächlich geschehen wäre. Ich würde gerne Beweise für das sehen, was auf der MMS-Website behauptet wird.“

Ich habe viele Bekannte in Malawi. In einem dortigen Gefängnis haben wir mehrere klinische Studien durchgeführt. Der Medical Air Rescue Service Inc. (MARS) führte dort vor und nach Verabreichung von MMS Bluttests durch. Schreiben Sie der MARS eine Email; sie wird Ihnen Informationen zukommen lassen. In meinem Buch gebe ich den Namen des Labortechnikers an, und ich habe auch seine Telefonnummer, wenn Sie ihn anrufen möchten. Ich nenne auch den Namen des Arztes, der das MARS-Krankenhaus damals leitete. Auch seine Telefonnummer habe ich; Sie können auch ihn anrufen. MMS heilt Malaria in vier Stunden, und ich selbst habe 2.000 Menschen gegen Malaria behandelt. Alle malawischen Regierungsbeamten sind inzwischen vom Präsidenten entlassen und durch neue ersetzt worden, deshalb hat Finette keine Antwort auf ihre Emails erhalten. Rufen Sie mich an, und ich gebe Ihnen die Telefonnummer der Betreffenden.


Finette: „10. Falsch: MMS erzeugt keine Resistenz.


Resistenz entsteht überall, wo ein Mittel eingesetzt wird, das Mikroben abtötet, Punkt. ClO2 tötet nicht sämtliche ‚bösen’ Mikroben auf einmal. Wenn es das täte, würde es wohl kaum so lange brauchen, oder? Die Mikroben, die nicht abgetötet werden, reproduzieren sich sehr rasch und geben ihr genetisches Wissen weiter. Dadurch werden die Nachfahren stärker. Aus demselben Grund sind Antibiotika schuld an vielen der resistenten Bakterien, mit denen wir es heute zu tun haben – und jedes andere keimtötende Mittel hat dieselbe Wirkung. Alles, was ein Lebewesen unter Druck setzt, sich anzupassen, verursacht genetische Veränderungen (durch Mutation oder graduell durch Vermehrung). Die vorrangige Aufgabe aller Lebewesen lautet: überleben und sich vermehren – und sie alle finden einen Weg zum Ziel. Eine Resistenz stellt sich entweder relativ schnell nach wenigen Generationen ein oder bereits nach wenigen Tagen durch Mutation.


Mit etwas Zeit würde ich bestimmt einen Mikrobenstamm aufspüren, der sich von Chlor ernährt. Lange glaubte man, dass in einem stark methan- oder schwefelhaltigen Umfeld und bei extrem hohen oder niedrigen Temperaturen nichts wachsen könne – doch weit gefehlt. Für jedes Milieu auf der Erde findet sich auch ein Organismus, der darin leben kann. Und einige davon sind in jeder Hinsicht pathogen.“

Finette glaubt offenbar, sie habe auf alles eine Antwort, aber ich habe mit mehreren Mikrobiologen gesprochen, und sie alle stimmten darin überein, dass Mikroben keine Resistenz gegen MMS (Chlordioxid) entwickeln können. Das habe ich keineswegs einfach so beschlossen. Herkömmliche Antibiotika töten Mikroben dadurch, dass sie den Zellkern vernichten. Chlordioxid tötet Mikroben, indem es ihre Hülle zersetzt. Das ist, als sollten sie eine Resistenz gegen Handgranaten entwickeln – unmöglich. Es gibt Menschen, denen es gelungen ist, gegen bestimmte Gifte resistent zu werden, aber niemandem ist es je gelungen, gegen eine Granate resistent zu werden, die einem ein Loch in den Bauch reißt.


Finette: „11. Falsch: MMS heilt Menschen.


Nun, vielleicht werden die Betreffenden tatsächlich gesund, aber bestimmt nicht durch MMS. Durch was dann? Vielleicht durch den Placeboeffekt (aber zu welchem Preis?). Vielleicht auch durch ein Medikament, das sie zuvor oder gleichzeitig eingenommen haben. Viele Menschen haben es mit MMS versucht, nachdem andere Behandlungen versagten. Vielleicht brauchten diese Behandlungen einfach etwas Zeit.


Wenn wir anderen dazu raten, dasselbe Risiko einzugehen wie wir selbst, müssen wir sicherstellen, dass wir ihnen auch korrekte Informationen geben. Wir dürfen andere Menschen keinem Risiko aussetzen.


Wir müssen sehr kritisch mit vermeintlichen Tatsachen umgehen. Und erst, wenn wir selbst uns so gut wie irgend möglich informiert haben, können wir entscheiden, ob wir bereit sind, ein Risiko einzugehen. Ich gebe gerne Fehler zu, wenn man mir solche nachweist.“

Nun, dann ist es an der Zeit zuzugeben, dass Sie falsch liegen, Finette.


Finette: „Ich bin sicher, dass wir alle längst vollkommen gesund wären, wenn nur eines der so genannten Wundermittel tatsächlich eine Rundumkur wäre. Die Tatsache, dass so viele Menschen noch immer krank sind, beweist für mich, dass ein solches Mittel noch nicht existiert. Da leider für viele Erkrankungen gilt, dass jeder Betroffene ein individueller Fall ist, wird ein solches Wundermittel auch nicht leicht zu finden sein. Bislang hat noch keines dieser vermeintlichen ‚Allheilmittel’ den Tatsachen lange standhalten können.


Es gibt keine Verschwörung. Glauben Sie mir – wenn in Afrika tatsächlich Menschen geheilt würden, dann würde die Botschaft vom MMS-Zauberwasser wie ein Buschfeuer von Dorf zu Dorf eilen. Was die Gefangenen angeht – es gibt in ganz Malawi gerade einmal 28 Gefängnisse mit insgesamt 11.000 Häftlingen. Wo kommen die 75.000 her?


Wir müssen den Tatsachen ins Auge sehen, selbst wenn diese mit dem im Widerspruch stehen, was wir ‚glauben’ oder ‚gehört haben’ – oder bei Personen gelesen haben, die ihre Ware verkaufen wollen.
Gestehen Sie sich selbst ein, dass die Einnahme von MMS ein Risiko bergen könnte und dass Sie andere Menschen demselben Risiko aussetzen, wenn Sie ihnen MMS empfehlen, ohne alle verfügbaren Informationen (gerade die, die sich nicht mit Ihren Überzeugungen decken) offen zu legen. Das ist meiner Meinung nach unverantwortlich.
Dadurch nämlich stellen wir uns auf eine Stufe mit BigPharma, dem großen Pharmakonzernkonglomerat, das ja, wie die meisten wissen, die unschöne Angewohnheit hat, nur Studien vorzulegen, die für ihre Medikamente sprechen, und bequemerweise alle anderen verschweigt. Viele von uns nehmen Medikamente mit einer langen Liste an möglichen Nebenwirkungen – aber zumindest sind wir dabei gewarnt.


Die ganze Wahrheit über ein neuartiges Allheilmittel zu verschweigen (und alle Dinge haben eine gute und eine schlechte Seite), bringt niemandem etwas. Die Menschen, die durch die Salz-/Vitamin-C-Kur eine Niere eingebüßt haben oder durch eine andere Behandlung krank geworden sind, werden auf vielen Websites dafür gemobbt, dass sie ihre Erfahrungen weitergeben – ‚Zu negativ’ oder ‚Das kann ja gar nicht stimmen’, heißt es dann. Ist es tatsächlich das, was wir wollen?


Bevor Sie alles glauben, was Sie lesen oder hören, sollten Sie zunächst das wissenschaftliche Prinzip hinter solch unglaublichen Behauptungen hinterfragen und dann nach dem Motiv des Anbieters forschen. Wenn der Erfinder sowohl um die guten als auch um die schlechten Seiten seines Produktes weiß und das Risiko einfach mit dem Nutzen verrechnet; und wenn schon zu Beginn gelogen und übertrieben wird und die wissenschaftliche Grundlage schlicht falsch ist, dann sollten Sie sich fragen, ob man allen weiteren Informationen nicht ebenfalls kritisch begegnen sollte.


Das ist einer von vielen Gründen dafür, dass ‚Ärzte ohne Grenzen’ und WHO mit so etwas nichts zu tun haben wollen. In diesem Bereich ist einfach zu viel Falsches im Umlauf.“

Jeden Monat werden allein in den USA 15.000 Flaschen MMS verkauft. Inzwischen nehmen mehr als 200.000 Menschen das Mittel. Tatsächlich gibt es einige, die gerne glauben würden, dass MMS nicht hilft – nämlich Pharmakonzerne und Ärzte, die Angst um ihr Einkommen haben. Mein Buch stützt sich auf zahlreiche Belege, von denen Finette nicht einen gelesen hat. Ich habe weder in den USA noch in den meisten anderen Ländern der Welt je MMS verkauft. Ich mache kein Geld damit – warum also sollte ich Sie täuschen wollen? Wenn mich jemand widerlegen möchte, sollte er zumindest die Tatsachen richtig wiedergeben können. Finette hat so gut wie alle Tatsachen verdreht. Zudem hat sie bewiesen, dass sie nichts von Chemie versteht. Ich habe ihr gesagt, dass sie sich bei allen entschuldigen sollte, denen sie geschadet hat, indem sie ihnen etwas ausgeredet hat, das ihr Leiden hätte beenden können. Damals wäre es noch leicht für sie gewesen, sich zu entschuldigen. Stattdessen aber log sie weiter. Ich begreife nicht, was ihre Motive sein könnten; vielleicht hält sie Aktien an einem Pharmakonzern. Ich hätte es ihr hoch angerechnet, ja sie sogar respektiert, wenn sie zugegeben hätte, dass sie nicht weiß, was ich gesagt und geschrieben habe, aber stattdessen verbreitete sie weiterhin Dinge, die ich zunächst für unbewusste Fehler hielt. Aber da sie diese Falschinformationen wieder und wieder äußerte, muss ich glauben, dass sie in Wahrheit bewusst lügt. Somit kann ich Finette keinen Respekt entgegenbringen. Was mich ebenfalls aufbringt, ist ihr belehrender Ton. Was sie sagt, klingt gewichtig, ist aber sinnentleert, weil sie sämtliche Aspekte falsch wiedergibt. Wo sie richtig liegt, liegt sie auch gleichzeitig wieder falsch, weil sie mir Dinge in den Mund legt, die ich nie gesagt habe. Sie rät eindringlich, alle Fakten zu prüfen, und sie hätte gut daran getan, sich selbst daran zu halten.

Zu Finettes „wissenschaftlichem Prinzip“: Ich bin jederzeit bereit, das „wissenschaftliche Prinzip“ hinter meinen Behauptungen mit jedem Wissenschaftler der Welt zu diskutieren. Allerdings ist es bislang deswegen nie zu einer Debatte gekommen, weil sämtliche Behauptungen auf dem soliden Fuß chemischer Prinzipien ruhen. Es ist schwer, gegen ein Prinzip zu Felde zu ziehen, von dem man weiß, dass es stimmt. Ich setze mich gern mit jedem Wissenschaftler oder Universitätsprofessor auseinander, der glaubt, dass die Prinzipien hinter meinen Behauptungen falsch sind. Bislang ist mir ein solcher nicht begegnet – dagegen stimmen tausende mit mir überein.